Griechenlandhilfe auch in deutschem Interesse

„Europa scheitert, wenn der Euro scheitert. Europa gewinnt, wenn der Euro gewinnt.“ Mit diesen mahnenden Worten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung am vergangenen Montag die aktuelle Situation in der europäischen Staatsschuldenkrise verdeutlicht.

Der Deutsche Bundestag hat am Wochenbeginn eine weitere wesentliche Voraussetzung zur Überwindung der gegenwärtigen Krise geschaffen. Mit Ausnahme der Linken haben alle Fraktionen unseres Parlaments in ihrer großen Mehrheit für das zweite Griechenland-Paket gestimmt, das Darlehen von bis zu 130 Milliarden Euro aus dem Euro-Rettungsschirm umfasst. Zudem erfolgt ein freiwilliger Schuldenschnitt für die privaten Gläubiger. Die Kanzlerin hat Griechenland erneut zu notwendigen Reformen aufgefordert: „Es führt kein Weg daran vorbei, Fehlentwicklungen jetzt zu korrigieren.“ Zugleich wurde in ihrer Regierungserklärung deutlich, dass strikte Sparmaßnahmen allein nicht ausreichen, um dem Land langfristig zu helfen. Ebenso wichtig sei es, „Griechenland wettbewerbsfähig zu machen“, um wirtschaftliches Wachstum zu erreichen. Nach wie vor sieht sich die Europäische Union der größten Bewährungsprobe seit ihrem Bestehen ausgesetzt. Daher verdeutlichte Angela Merkel noch einmal das große Ziel aller gegenwärtigen politischen Maßnahmen:Nicht nur Griechenland und weitere hoch verschuldete Staaten, sondern alle Länder der EU sollen gestärkt aus der Krise hervorgehen. So zügig wie möglich eine Stabilitätsunion für unsere gemeinsame europäische Währung zu schaffen, sei dafür von zentraler

Bedeutung.

 

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