Wir brauchen kein „Güterverkehrszentrum“!

Experten informieren auf dem Podium im Merzenicher Hof. Heiße Debattenbeiträge aus dem Publikum.

 

Rolf Delhougne, Vorsitzender der „Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Kreis Düren“, sprach es während der Informationsveranstaltung im Merzenicher Hof mehrere Male ganz deutlich aus: „Wir brauchen kein Güterverkehrszentrum (GVZ) in Düren!

 

Was Düren braucht, sind Gewerbeflächen parallel zu ausgewiesenen Wohngebieten, die die Stadt und die Gemeinden im Umland attraktiver machen!“


Die MIT hatte zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der interessierte Bürger sich durch Experten informieren konnten. Neben Rolf Delhougne und Bernd Ohlemeyer von der MIT saßen Werner Wiegand, anerkannter Planer und Architekt, Ingo Malsbenden, Geschäftsführer eines Logistikunternehmens, und Steffen Nestler, Geschäftsführer der „Deutschen GVZ-Gesellschaft Dresden“ auf dem Podium.


Wichtig für Moderator Delhougne war die Feststellung, dass dieses Gespräch mit den Experten unabhängig von politischen Parteien stattfand.


Werner Wiegand beschrieb ein GVZ, das im 24- Stunden-Takt auf einer Fläche zwischen 70 und 100 Hektar der Aufgabe nachgeht, Güter zu verladen. Das angedachte GVZ soll zwischen Arnoldsweiler und Merzenich entstehen. Baudauer zwischen zehn und fünfzehn Jahren.

Wiegand führte das Beispiel des GVZ in der Stadt Rheine an, das anscheinend wirtschaftlich gescheitert ist. Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig. Ein gewichtiger ist wohl die Nähe anderer, schon optimal ausgebauter Terminals in Köln und anderen Regionen.


Für den Standort zwischen Merzenich und Arnoldsweiler spricht nur ein Mehr an Arbeitsplätzen. Doch ein schon in der Prognose scheiterndes GVZ bringt auch im Beschäftigungsbereich viel Unruhe und Unzufriedenheit. Die Gründe gegen ein Terminal überwiegen, so die meisten Experten auf dem Podium und der größte Teil der Menschen im Saal. „Ein Containerterminal in Düren würde in den Sand gesetzt und der Bevölkerung nur Ärger bereiten!“, war die Meinung der meisten Menschen im Saal, die sich natürlich – spannend wie immer – unterschiedlich artikulierten. Die eher sachlichen Beiträge überwogen jedoch.


Steffen Nestler, extra für diesen Abend aus Dresden angereist, verteidigte den Standpunkt Pro-Terminal sachlich. Er zeigte die Historie der GVZ in Deutschland auf, erklärte ihre Funktionen und nahm den etwas lauteren Debattierern mit den Worten „Düren ist für den Bau eines GVZ gar nicht auf dem Schirm“ den Wind aus den Segeln. Zumal gar keine Voraussetzungen bekannt seien. Für die Errichtung einer solchen Anlage brauche man zwei Bedingungen: einen Investor und die Stellungnahme des Landes NRW.                 (bel)                     

 

  

Foto: bel

Rolf Delhougne, Ingo Malsbenden, Werner Wiegand, Steffen Nestler und Bernd Ohlemeyer (v.l.) versuchten Klarheit in die Diskussion um den Containerterminal zu bringen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Marcel Niccum (Sonntag, 05 Februar 2017 07:38)


    Outstanding post however I was wanting to know if you could write a litte more on this topic? I'd be very grateful if you could elaborate a little bit further. Appreciate it!

  • #2

    Angella Provenza (Montag, 06 Februar 2017 13:57)


    I don't even understand how I stopped up right here, however I assumed this publish used to be good. I do not know who you might be but definitely you're going to a well-known blogger if you happen to aren't already. Cheers!