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Kies und Sand – wichtige Rohstoffe aus Golzheim

(Bild © MIT/Ramakers) BM Gelhausen (stehend oben), Mitglieder der MIT und Mitglieder der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen
(Bild © MIT/Ramakers) BM Gelhausen (stehend oben), Mitglieder der MIT und Mitglieder der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen

 

(Düren/Merzenich) Nachdem die Lokalpresse über die Zukunft der Golzheimer Kiesgrube berichtet hatte, kamen am vergangenen Mittwoch Vertreter von CDU, SPD und FDP mit der Geschäftsführung der Firma Collas zu einer Ortsbegehung zusammen. Eingeladen hatte die Mittelstandsunion (MIT) unter ihrem Kreisvorsitzenden Bernd Ohlemeyer. Bei dem Termin ging es nicht nur um die flächenmäßige Vergrößerung der Kiesgrube, sondern auch um die Zukunft des mittelständischen Unternehmens am Standort in Golzheim.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Kies- und Sandindustrie sei beachtlich, betonte MIT-Kreisvorsitzender Bernd Ohlemeyer zu Beginn des Gespräches. In den Kies und Sand produzieren Unternehmen seien eine Vielzahl von Mitarbeitern beschäftigt. Allein das in Niederzier ansässige Unternehmen Collas beschäftige am Standort in Golzheim 20 Mitarbeiter. Hinzu kämen noch Arbeitsplätze in benachbarten Branchen wie Maschinen- und Anlagenindustrie, Transportgewerbe und Logistik, Rekultivierung und Qualitätssicherung sowie Dienstleistung und Kommunikation.

 

Tagtäglich begegnen uns auf der B264 zwischen Merzenich-Golzheim und Kerpen-Blatzheim die blauen Laster der Firma Collas. Das Unternehmen betreibt Kiesgruben in Niederzier-Ellen (seit 2005 als Deponie der Klasse DK0), Merzenich-Golzheim und Morschenich-Buir. Kies und Sand wird fast täglich benötigt, ob beim Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern, Straßenbau, Gewerbe-, Industrie- und landwirtschaftliche Bauten. Die Rohstoffe finden sich auch dort, wo wir sie kaum vermuten: In Mikrochips und Computern, in Glas, Keramik, Porzellan oder in der Pharmaindustrie, um nur einige Bereiche zu nennen.

Die Kiesvorkommen in der ehemaligen Kiesgrube in Ellen sind bereits seit 2005 ausgebeutet, in der Kiesgrube Morschenich-Buir wurde die Kiesförderung im September 2020 eingestellt, da die Vorkommen erschöpft sind und in der derzeit betriebenen Kiesgrube in Merzenich-Golzheim reichen die Vorkommen noch für maximal 1 – 1,5 Jahre. Daher ist eine Erweiterung der Kiesgrube in Golzheim für die Fa. Collas von existenzieller Bedeutung, da ansonsten die Kiesgrube lediglich noch rekultiviert und dann geschlossen werden müsste. Nach erfolgter Rekultivierung werden die Flächen wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Von der derzeitigen Kiesgrube in Golzheim mit einer Größe von ca. 28.5 ha sind bereits ca. 15 ha wieder rekultiviert und können in Kürze der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden.

In der angestrebten Süderweiterung der Golzheimer Grube sind laut Christian Collas die mineralischen Rohstoffe noch in guter Qualität und ausreichender Menge vorhanden. „Um längerfristig planen zu können, möchte wir hier die Abgrabungen um eine zusätzliche Abbaufläche von ca. 9,7 ha erweitern“.

Hierfür erforderlich ist die Zustimmung der Gemeinde Merzenich, den für diese geplante Erweiterung in Anspruch zu nehmenden Wirtschaftsweg für die Abgrabung freizugeben.

Das Vorhaben beschäftigt derzeit die Kommunalpolitik. Nachdem sich der Merzenicher Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung mit dem Thema der Kiesgrubenerweiterung befasst hatte, wird jetzt in den jeweiligen Fraktionen weiter beraten. Bürgermeister Georg Gelhausen dankte dann auch der Mittelstandsunion für die Gesprächsinitiative, die im Ergebnis für die politischen Entscheider mehr Klarheit gebracht habe. Vorgesehen ist, dass sich der Gemeinderat am 1. Juli mit der Erweiterung der Abbaufläche befassen soll.


Bei dem Gespräch mit der Geschäftsleitung des Kieswerks-Betreibers Collas wurde deutlich, dass für eine Umsetzung des erweiterten Abbau-Projektes ein Zeitrahmen von ca. 10 Jahren gesetzt werden soll, zuzüglich weiterer vier Jahre für Verfüllung und Rekultivierung.

 

Bürgermeister Georg Gelhausen und die Ratsvertreter stehen den vorgelegten Plänen des Kieswerks grundsätzlich nicht im Wege, zumal das Unternehmen erklärte, bei der Erweiterung der Fläche den bisherigen Betrieb mit Zufahrt, Waage und Verwaltung sowie den Aufbereitungsanlagen unverändert an Ort und Stelle in dem genannten Zeitrahmen weiterzuführen. Die für die Genehmigung durch das Bergamt der Bezirksregierung Arnsberg zur Antragstellung erforderlichen Fachgutachten und Stellungnahmen wurden bereits erstellt und nach einer Vorabsichtung durch das Bergamt als genehmigungsfähig eingestuft. Mit den für die geplante Süderweiterung betroffenen Grundstückseigentümern hat Collas bereits Einigung erzielt, lediglich die Zustimmung der Gemeinde Merzenich für die Nutzung des Wirtschaftsweges steht noch aus. Bürgermeister Georg Gelhausen erklärte sich zudem bereit, bei der Nutzung weiterer privater Flächen vermittelnd tätig zu werden, um damit die Standortsicherung der Fa. Collas zu unterstützen.

 

MIT-Kreisvorsitzender Bernd Ohlemeyer: „Uns liegt als Vertreter des Mittelstandes die Betriebssicherung am Herzen." Die Süderweiterung des Kieswerks Golzheim ist für die Firma Christian Collas von existenzieller Bedeutung. Am Golzheimer Standort der B264 zwischen Merzenich-Golzheim und Kerpen-Blatzheim hat auch die Firmenverwaltung ihren Sitz.

 

Bild © MIT/Ramakers

 

zeigt BM Gelhausen (stehend oben), Mitglieder der MIT und Mitglieder der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen

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